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Fleischindustrie stellt Corona-Hotspot dar!

ÖDP NRW über Corona-Ausbruch in Gütersloh entsetzt;

ÖDP NRW fordert scharfes Eingreifen der Behörden

 

(Münster/Düsseldorf/Gütersloh) – Beim Fleischkonzern Tönnies im Kreis Gütersloh wurde ein erneuter, und zwar dramatischer Ausbruch von Corona-Infektionen festgestellt. Etwa 80 % der Beschäftigten sind infiziert. Der Landesvorstand der Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) Nordrhein-Westfalen fordert ein hartes Vorgehen der Behörden und eine lückenlose Aufklärung der Verfehlungen. Hier dürfe nichts unter den Teppich gekehrt werden. Die Fleischindustrie stellt einen Hotspot der Corona-Pandemie dar.

In einer Anzahl von Betrieben wurden deutlich gehäufte Infektionen festgestellt. Jüngstes Beispiel ist der Fleischkonzern Tönnies im Kreis Gütersloh. Hier wurden laut Behördenangaben etwa 80 % der Belegschaft positiv getestet. Gerade in der Nahrungsmittelindustrie muss die Einhaltung von Hygienestandards erste Priorität haben. Dass ausgerechnet die Fleischindustrie zum Infektions-Hotspot wird, stellt nach Meinung der ÖDP NRW ein deutliches Zeichen dar, dass in diesem Industriebereich die Hygienevorschriften nicht ernst genommen werden. Durch den Einsatz von Subunternehmern und deren Beschäftigten, die unter nicht hinnehmbaren Arbeitsbedingungen in Sammelunterkünfte gepfercht werden, stellt hier eine gesamte Branche ein nicht länger hinnehmbares Gesundheitsrisiko für die gesamte Bevölkerung dar.

Mangelnde Hygienemaßnahmen erhöhen ja nicht nur das Risiko einer Corona-Infektion; sie erhöhen insgesamt das Risiko für gesundheitliche Folgen für die Menschen. Die ÖDP NRW fordert nunmehr ein scharfes Vorgehen der Behörden, um hier Ordnung in eine Branche zu bringen, die offenbar seit Jahren aus dem Ruder gelaufen ist. Weder die Tierschutzgesetze werden hier offenbar eingehalten; auch die Hygienebedingungen der Produktion scheinen hier aus Gewinnsucht missachtet zu werden. Die Bundesregierung hat nichts anderes im Sinn, als Organisationen, die hier einen Skandal nach dem anderen aufdeckten, mit Strafen zu bedrohen, anstatt den wahren Tätern das Handwerk zu legen.

Eine unrühmliche Rolle spielt hierbei auch die Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, die einseitig die Interessen der Industrie, aber nicht die Interessen der Bevölkerung vertritt.

Es ist jetzt an der Zeit, dass dieser unhaltbare Zustand aufgeräumt wird und auch zivil- und strafrechtliche Konsequenzen ergriffen werden. Wer aus Gewinnsucht das Leben und die Gesundheit der Menschen aufs Spiel setzt, gehört vor eine Strafkammer. Ein Unternehmen, das eventuell aus Gewinnsucht einen Shutdown herbeiführt und damit andere schädigt, muss hierfür haftbar gemacht werden. Die ÖDP NRW empfiehlt allen Unternehmen im Raum Gütersloh, die jetzt durch von Tönnies verursachte Maßnahmen geschädigt werden, das Unternehmen für diesen Schaden haftbar zu machen. Nur so kann erreicht werden, dass hier nicht länger aus Gewinnsucht und leichtfertig mit den Mitmenschen umgegangen wird. (Bildquelle: Pixabay_Jai79; Symbolbild)


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